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Emanuel-Geibel-Schule

Fußball an der Emanuel-Geibel-Schule

Als Schule, die dem Sport einen wichtigen Platz einräumt, darf natürlich auch der Fußball nicht fehlen. Fünf AG-Stunden sind es insgesamt, die Jana Rowedder und Bert-Jürgen Otto zur Betreuung von rund 100 Schülerinnen und Schülern, die an der Emanuel-Geibel-Schule an den Fußball-Aktionen teilnehmen, zur Verfügung stehen. Und diese werden reichlich genutzt!


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Fußball AGDabei versteht die Emanuel-Geibel-Schule sich nicht als Stützpunkt und bietet auch kein Leistungstraining an. „Wir versuchen“, so Konrektor Otto, „den Bolzplatz zu ersetzen und die Kinder durch vielerlei Aktivitäten beim Fußball zu halten.“ Beim Training dürfen Kinder nach Absprache innerhalb der Mannschaft selbst entscheiden, welche Position sie spielen. Unstimmigkeiten sollen möglichst selbständig, ohne Einwirkung von außen, gelöst werden. „Drucksituationen“, weiß Sportlehrerin Rowedder, „haben die Kinder schon genug. Zumindest bei der Fußball-AG sollen sie einfach Spaß an der Ausübung ihres Lieblingssportes haben!“

Und das haben die Geibel-Kickerinnen und Kicker reichlich. Bis einschließlich Klasse 8 gibt es regelmäßige Trainingsgruppen. Dabei richten sich die Angebote sowohl für „Profis“ als auch für „Amateure“. Aus den Reihen der Profis werden auch die Spielerinnen und Spieler ausgewählt, die ihre Schule bei Turnieren im In-und Ausland vertreten. „Wir sind eine kleine Schule“, vergleicht Otto die Situation gerne mit dem nördlichen Nachbarn. „Wir müssen nicht, aber wir können natürlich gerne gewinnen- so wie Dänemark die EM 1992“. Und so schaffen es die Geibel-Teams meist auch, sich in den vorderen Rängen zu platzieren. Höhepunkte der jüngeren Historie waren Turniersiege im russischen Selenogradsk, zu dem seit 2000 eine Partnerschaft besteht, sowie bei einem internationalen Turnier in Barmstedt. Auch im dänischen Dianalund, dessen Pfingstturniere ebenfalls seit langer Zeit besucht werden, reicht es meist für einen Platz aufs Treppchen.

Neben diesen Reisen bieten aber auch die beliebten Turnhallenübernachtungen einen großen Anreiz für die Kinder. Unter dem Motto „Kicken bis um Mitternacht“ wird erst ausgiebig Fußball gespielt und anschließend in der Halle übernachtet.  Klar, dass sich aus den Reihen der älteren Schülerinnen und Schüler immer genug Freiwillige finden, die sich als Helfer zur Verfügung stellen.

Weitere Höhepunkte waren und sind die zahlreichen Besuche beim VfB Lübeck sowie bei Spielen der Ersten und Zweiten Bundesliga. Und diese Aktivitäten stehen natürlich auch Kindern der Amateurgruppen offen. „Insbesondere sie sind es, die durch einen Besuch beim HSV erst motiviert werden, Fußball zu spielen. Und wenn sich dann ein Kind, welches sich vorher nicht traute, Fußball zu spielen oder vom Vereinstrainer gesagt bekam, es sei zu schlecht, über sein erstes Tor freut, ist das ein schönes Erlebnis!“, freut sich Jana Rowedder.

Denn Fußball, da sind sich Rowedder und Otto einig, trägt wesentlich zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen bei. Fairness, Frustrationstoleranz, Verantwortung, Soziale Kompetenzen- all das wird nebenbei geschult und ist mindestens ebenfalls drei Punkte wert!